
Legacy-Systeme modernisieren
Wenn das Altsystem zum Risiko wird
Fast jedes Unternehmen hat eine Anwendung, die seit vielen Jahren zuverlässig läuft und die trotzdem niemand gern anfasst. Die Warnzeichen sind bekannt: Kleine Änderungen dauern Wochen, für Framework oder Betriebssystem erscheinen keine Sicherheitsupdates mehr, und das Wissen über den Code steckt in wenigen Köpfen – manchmal nur noch in einem.
Seit dem 6. Dezember 2025 gilt zudem das NIS2-Umsetzungsgesetz. Es verpflichtet die erfassten Unternehmen unter anderem zum Management von Schwachstellen ihrer IT-Systeme, und die Geschäftsleitung muss die Umsetzung überwachen. Ein Altsystem ohne Updates wird damit zur Chefsache. Wie Sie zwischen Refactoring und Neuentwicklung abwägen, lesen Sie in unserem Beitrag Refactoring oder Neuentwicklung?.
So modernisieren wir Ihre Anwendung
Bestandsaufnahme. Wir analysieren Code, Abhängigkeiten, Datenbank und Infrastruktur und zeigen, wo die größten Risiken liegen – verständlich aufbereitet als Grundlage für Ihre Entscheidung.
Framework- und Versions-Upgrades. Wir heben Programmiersprache, Framework und Bibliotheken auf aktuelle, unterstützte Versionen – in kleinen Schritten und abgesichert durch automatisierte Tests, die wir bei Bedarf zuerst schreiben.
Refactoring, Performance und Sicherheit. Verflochtene Module trennen, Engpässe beseitigen, Sicherheitslücken schließen – ohne das Verhalten der Anwendung für Ihre Nutzer zu verändern.
Schrittweise Ablösung. Wo das Fundament nicht mehr trägt, ersetzen wir das Altsystem Modul für Modul durch neue Komponenten, bis es abgeschaltet werden kann – statt eines riskanten Komplettaustauschs an einem Stichtag.
Modernisieren im laufenden Betrieb
Der Wunsch nach einem kompletten Neuanfang ist verständlich, aber riskant: Eine Neuentwicklung muss erst den Funktionsumfang des alten Systems erreichen, bevor sie Nutzen stiftet, und das im Code gespeicherte Fachwissen geht dabei leicht verloren. Wir bevorzugen deshalb überschaubare Schritte, die sich einzeln testen und bei Bedarf zurücknehmen lassen. So liefert Ihr System weiter Wert, und das Budget lässt sich in Etappen steuern.
Nicht jedes Altsystem muss ersetzt werden. Oft ist es wirtschaftlicher, ein bewährtes System über eine Schnittstelle an moderne Anwendungen anzubinden. Bei Stenger haben wir die Warenwirtschaft GDI so mit einer neuen Service-App verbunden: Das Büro arbeitet im gewohnten System weiter, die Techniker mit einer modernen App.
Aus der Praxis: seit elf Jahren technisch aktuell
Die Eventfoto-Plattform von PicturePartners entwickeln und betreiben wir seit 2015 und halten sie seitdem technisch aktuell. Zur Modernisierung gehörte auch ein grundlegender Wechsel der Technik: Die eigene Kamerabox mit angepasstem Embedded Linux, die Fotos per WLAN aus der Kamera übertrug, haben native Apps für iOS und Android abgelöst, die Kameras von Canon, Nikon und Sony direkt ansteuern. Mehr in der Case Study ClicClic.
Was kostet die Modernisierung eines Altsystems?
Nach unserem Kostenmodell liegt die Modernisierung einer kleinen Access-Anwendung bei etwa 22.000 bis 40.000 Euro, einer Fachanwendung mit ERP-Anbindung bei 53.000 bis 96.000 Euro und eines gewachsenen Monolithen bei 120.000 bis 220.000 Euro – jeweils netto, inklusive Projektmanagement und Qualitätssicherung. Weil wir in Etappen modernisieren, lassen sich diese Kosten über mehrere Budgetperioden verteilen.
Eine Schätzung für Ihr System liefert der Projektkosten-Rechner. Was es kostet, Software nach der Modernisierung aktuell zu halten, erklärt unser Ratgeber Laufende Softwarekosten.
So gehen wir vor
- Kostenlose Erstberatung: Ziele, Schmerzpunkte und Rahmen klären
- Analyse von Code und Infrastruktur mit priorisierten Maßnahmen
- Modernisierung in kleinen, getesteten Schritten
- Wartung und Weiterentwicklung, damit das System aktuell bleibt
- Kostenlose Erstberatung: Ziele, Schmerzpunkte und Rahmen klären
- Analyse von Code und Infrastruktur mit priorisierten Maßnahmen
- Modernisierung in kleinen, getesteten Schritten
- Wartung und Weiterentwicklung, damit das System aktuell bleibt
Häufige Fragen zur Modernisierung von Altsystemen
Refactoring oder Neuentwicklung – was ist besser?
In den meisten Fällen ist die schrittweise Modernisierung der sicherere Weg, weil das System dabei weiter funktioniert und jede Änderung überschaubar bleibt. Eine Neuentwicklung ist gerechtfertigt, wenn Programmiersprache oder Plattform keine Zukunft mehr haben oder sich das Geschäftsmodell grundlegend geändert hat. Ausführlich wägen wir beide Wege in unserem Beitrag Refactoring oder Neuentwicklung? ab.
Übernehmen Sie Software, die andere entwickelt haben?
Ja, auch komplexe und historisch gewachsene Codebasen. Am Anfang steht immer eine Bestandsaufnahme von Code, Abhängigkeiten und Betrieb. Danach wissen Sie, wie es um Ihr System steht, welche Risiken bestehen und welche Schritte sich zuerst lohnen.
Muss der Betrieb während der Modernisierung unterbrochen werden?
Nein, das ist gerade das Ziel des schrittweisen Vorgehens. Änderungen gehen in kleinen Paketen live und lassen sich bei Bedarf zurücknehmen. Wo Daten migriert oder Systeme umgezogen werden, planen wir so, dass die Ausfallzeiten möglichst gering bleiben.
Was tun, wenn es keine Tests und keine Dokumentation gibt?
Das ist bei Altsystemen eher die Regel als die Ausnahme. Der Softwareexperte Michael Feathers definiert Legacy-Code sogar als Code ohne Tests. Bevor wir etwas verändern, sichern wir deshalb das bestehende Verhalten der wichtigsten Funktionen mit automatisierten Tests ab. Diese Tests und das dabei gewonnene Wissen bleiben Ihnen erhalten.
Woran erkenne ich, dass mein System modernisiert werden sollte?
Typische Anzeichen sind fehlende Sicherheitsupdates für Framework oder Betriebssystem, Änderungen, die immer länger dauern, Wissen, das an einzelnen Personen hängt, und Probleme mit neuen Browsern, Geräten oder Schnittstellen. Je früher Sie handeln, desto kleiner und günstiger sind die nötigen Schritte.
Ihre Frage ist nicht dabei?Sprechen Sie uns an
Wir analysieren Ihre Anwendung und zeigen Ihnen, welcher Weg sich lohnt – Refactoring, schrittweise Ablösung oder Neuentwicklung.